Betreuungsstelle Weiden i.d.OPf.

Ansprechpartner:

Betreuungsstelle

 

Stadt Weiden in der Oberpfalz
Abteilung besonderer Sozialdienst

Dr.-Pfleger-Straße 15
92637 Weiden i.d.OPf.
Tel.: 09 61 / 81 50 22
Tel.: 09 61 / 81 50 23
E-Mail: seniorenfachstelle@weiden.de

Rechtliche Betreuung

Das Betreuungsrecht gilt seit dem 1.1.1992 und löste das Vormundschafts- und Pflegschaftsrecht ab. Die rechtliche Betreuung wird in den §§ 1896 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt.
Die Betreuungsstelle ist gefragt, wenn in Folge von Unfall, Krankheit, Behinderung oder Alter eine rechtliche Vertretung benötigt wird. Betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger werden ausführlich über ihre Fragen zum Betreuungsrecht und Vorsorgemöglichkeiten beraten.

Die Aufgaben der Betreuungsstelle:

  • Wir beraten über die Notwendigkeit einer Betreuung
  • Wir unterstützen das Betreuungsgericht durch Sachverhaltsermittlungen, Sozialberichte und Stellungnahmen
  • Wir suchen geeignete Betreuerinnen und Betreuer und schlagen sie dem Betreuungsgericht vor
  • Wir beraten und unterstützen haupt- und ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer
  • Wir führen Betreuungen von Amtswegen
  • Wir informieren allgemein über Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung (siehe unten)
  • Wir beglaubigen Vorsorgevollmachten und/oder Betreuungsverfügungen

Eine Betreuung regen sie direkt beim Betreuungsgericht an

Broschüren

Broschüre Betreuungsrecht

Broschüre Betreuungsrecht in leichter Sprache 

Informationen des Freistaates Bayern zum Betreuungsrecht finden Sie im Bayernportal         

           

Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung

Vorsorgevollmacht
Erkrankung, Unfall oder Hilfebedürftigkeit bei volljährigen Personen kann dazu führen, dass die Fähigkeit verloren geht, selbstbestimmt zu handeln. Eine Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung oder eine Patientenverfügung ermöglicht ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit auch in jenen Zeiten. Eine rechtliche Betreuung, bestellt über das Amtsgericht, kann so vermieden werden.
Zusätzlich zur notariell beurkundeten Vollmacht, bei der die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers durch den Notar geprüft wird, sieht das Betreuungsrecht seit 1.7.2005 vor, dass Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen auch von den Betreuungsstellen beglaubigt werden dürfen.
Die Betreuungsstelle beglaubigt die Echtheit der Unterschrift des Vollmachtgebers. Dies bedeutet, dass die Unterschrift vor den Augen der Urkundsperson in der Betreuungsstelle geleistet werden soll.
Empfehlenswert ist eine Beglaubigung insbesondere dann, wenn Immobilien (jeglicher Art, z. B. auch Schrebergärten) oder Festgeldkonten (auch Kapitallebensversicherungen oder Bausparverträge) vorhanden sind. Eine Beglaubigung ist auch dann sinnvoll, falls aufgrund körperlicher Einschränkungen die Unterschrift nicht mehr der Unterschrift auf den Ausweispapieren entspricht. Das persönliche Erscheinen ist hierzu notwendig.

Bitte vereinbaren Sie telefonisch oder per E-Mail einen Termin mit der Betreuungsstelle zur Beglaubigung Ihrer Unterschrift.

Die Gebühr pro Beglaubigung durch die Betreuungsstelle beträgt 10 €.

Bringen Sie zum Termin mit:

  • Das ausgefüllte und noch nicht unterschriebene Dokument
  • Ihren gültigen Personalausweis, oder Reisepass

Zusätzlich kann man seine Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung schnell, einfach und kostengünstig im Zentralen Vorsorgeregister innerhalb von 5 Minuten registrieren lassen.

Betreuungsverfügung
Mit der Betreuungsverfügung können Sie eine Person benennen, die für den Fall, dass später eine Betreuung notwendig wird, vom Betreuungsgericht bestimmt werden soll. Sie können somit selbst bestimmen, wer ihr gesetzlicher Betreuer werden soll. 

Patientenverfügung
Eine Patientenverfügung erstellen Sie für den Fall, dass Sie sich selbst nicht mehr äußern können und eine medizinische Behandlung notwendig wird. Sie bestimmen, in welchen Krankheitsfällen die Patientenverfügung gelten soll und welche medizinische Behandlung Sie wünschen. Eine detaillierte Patientenverfügung ist geeignet, dem behandelnden medizinischen Personal Vorgaben für Ihre Behandlung  gerade im Zusammenhang mit lebenserhaltenden und lebensverlängernden Maßnahmen zu machen. 
Empfehlensert ist es, eine Patientenverfügung  mit einer Vertrauensperson oder Ihrem Arzt zu besprechen. So können Sie sicherstellen, dass eine medizinische Behandlung nach Ihren Wünschen fortgesetzt oder auch beendet wird. 

 

Formulare und Broschüren

des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz

  • Weitere Informationen zur Vorsorge erhalten Sie über das 

Bayernportal

 

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