Mobilitätskonzept

Ziele und Zwecke der Planung

Im Jahr 2012 wurde das Gesamtstädtische Verkehrskonzept erstellt, welches Grundlage für viele Änderungen und Modernisierungen von Verkehrsabläufen in Weiden war. Der Bau- und Planungsausschuss beauftragte die R+T Verkehrsplanung GmbH im Jahr 2019 mit der Fortschreibung dieses Konzepts als gesamtstädtisches Mobilitätskonzept. Grund für die Beauftragung war zum einen eine Aktualisierung des inzwischen sieben Jahre alten Verkehrskonzeptes im Hinblick auf aktuelle Verkehrszahlen und Bedarfe. Zum anderen sollen neue Ziele und Maßnahmen für die Entwicklung des Weidener Verkehrs bis circa 2035 erarbeitet werden.

Ziel des Mobilitätskonzeptes ist es, für alle Verkehrsteilnehmer*innen, insbesondere vor dem Hintergrund der Barrierefreiheit, eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur bereitzuhalten und die Verkehrsabläufe zu optimieren. Es werden alle Verkehrsarten betrachtet, dazu gehört neben dem Fuß- und Radverkehr, die Nutzung von PKW, das Angebot von Bus und Bahn sowie die Betrachtung des Mobilitätsverbundes in seiner Gesamtheit. Des Weiteren wird ein digitales Verkehrsmodell erstellt, um bei zukünftigen verkehrsplanerischen Fragestellungen die Auswirkungen zu modellieren und die Folgen dessen vorhersehen zu können.

Inzwischen ist der Bearbeitungsstand des neuen Mobilitätskonzeptes weit vorangeschritten. Bisher haben zwei Expertenrunden und beide Öffentlichkeitsveranstaltungen stattgefunden. Bei der 2. Öffentlichkeitsveranstaltung am vergangenen 19.05.2022 wurden die bisher erarbeiteten Maßnahmen der Bevölkerung vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde auch der Fokus auf die Umgestaltung der Dr.-Pfleger-/Sedan-Str. gesetzt.

Nach der Einarbeitung der dort oder im Nachgang der Veranstaltung im Beteiligungszeitraum (bis 16.07.2022) vorgebrachten Stellungnahmen der Bürger*innen soll nach gegenwärtiger Planung das Mobilitätskonzept dieses Jahr abgeschlossen werden. Danach sollen in den nächsten Jahren die einzelnen Maßnahmen im Detail ausgearbeitet und umgesetzt werden.


2. Öffentlichkeitsbeteiligung

Bis 16.07.2022 können Sie uns auch eine Rückmeldung per E-Mail oder postalisch an die untenstehenden Kontaktmöglichkeiten im Rahmen der 2. Öffentlichkeitsbeteiligung geben. Gestalten Sie Weiden mit!

Eine Einsichtnahme in die Planungsunterlagen ist in den Räumlichkeiten des Stadtplanungsamtes  (Neues Rathaus, Dr.-Pfleger-Straße 15, 92637 Weiden i.d.OPf., 2. Stock ZiNr. 2.17) möglich.

Hinweis: Pandemiebedingt wird für die Einsichtnahme eine Terminvereinbarung erbeten. Hier bitten wir um Rücksprache unter den untenstehenden Kontaktdaten.

Präsentation zum Mobilitätskonzept

Flyer zur 2. Öffentlichkeitsbeteiligung


Ausgearbeitete Maßnahmenansätze für das Mobilitätskonzept

Für die Maßnahmenansätze liegen die Schwerpunkte beim Klimaschutz (Vermeidung/Verlagerung von Kfz-Fahrten) und der Verbesserung der Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer*innen (bspw. Herstellung attraktiver Angebote). Dabei werden alle Nutzergruppen, wie Bewohner*innen, Kund*innen/Besucher*innen, Beschäftigte, Schüler*innen, Tourist*innen und die Wirtschaft, berücksichtigt.

Die Maßnahmenansätze wurden je nach Verkehrsmittel in den Kfz-Verkehr, Radverkehr, Fußverkehr und dem ÖPNV untergliedert. Auch werden Maßnahmenansätze, welche verschiedene Verkehrsmittel betreffen, im verkehrsmittelübergreifenden Handlungsfeld zusammengefasst. Außerdem werden Abhängigkeiten zwischen den Maßnahmen oder anderen verkehrlichen, städtebaulichen und rechtlichen Anforderungen berücksichtigt.


Maßnahmen für den Kfz-Verkehr

Das Maßnahmenspektrum umfasst für Knotenpunkte eine Überprüfung der Verkehrstechnik, der Gestaltung und der Leistungsfähigkeit. Für analysierte Straßen sind mögliche Geschwindigkeitsreduzierungen sowie eine Prüfung zur Umgestaltung angedacht. In Neukirchen und entlang der Schweigerstr. sind beide letztgenannten Maßnahmen für den Kfz-Verkehr zu erwägen. Außerdem sticht vor allem der Knotenpunkt Frauenrichter Str./ Bahnhofstr./ Weigelstr. für eine verkehrstechnische Überprüfung hervor.

Darüber hinaus wird eine Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Süd-Ost-Tangente von dem beauftragten Planungsbüro vorgeschlagen. Dadurch könnte der Spielraum geschaffen werden, den Kfz-Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Zudem wird die Umsetzung einer "Umweltspur" auf der Dr.-Pfleger-/ Sedanstr. vorgeschlagen.


Maßnahmen für den Radverkehr

Die Maßnahmenansätze für die Radfahrer*innen differenzieren sich zwischen punktuellen und streckenbezogenen Vorschlägen (siehe nebenstehende Karte). Hierzu gehören bspw. die Herstellung von Querungshilfen, Radverkehrsanlagen und die Umgestaltung von Knotenpunkten für den Radverkehr, um die Infrastruktur attraktiver zu gestalten.

Ziel ist es, den Radverkehr in der gesamten Stadt zu stärken und die Infrastruktur interkommunal anzuknüpfen (siehe nebenstehende Karte). Hierzu schlägt das beauftragte Planungsbüro die Maßnahme vor, dass auch eine Potentialstudie zu Radschnellverbindungen für z.B. die Pendelströme aus den Umlandgemeinden erstellt werden könnte.

Darüber hinaus besteht der Vorschlag, dass die Umsetzung von Fahrradstraßen und Piktogrammspuren geprüft werden soll. Künftig sollte auch die Verbesserung und Erweiterung der Fahrradabstellanlagen sowie die Einführung von Radservicestationen und Fahrradverleihsystemen erwägt werden.  


Maßnahmen für den Fußverkehr

Ebenfalls sind Maßnahmenansätze geplant, welche die Infrastruktur für zu Fuß Gehende verbessern soll. Hierbei wurde der Fokus auf die Innenstadt und auf umliegende Quartiere gesetzt. Für das Hauptfußwegenetz wurden ebenfalls punktuelle und streckenbezogene Maßnahmen identifiziert (siehe nebenstehende Karte).

Bitte beachten Sie an dieser Stelle auch unser Konzept der barrierefreien Innenstadt: 

Konzept "Weiden für Alle!"


Maßnahmen für den ÖPNV

Der ÖPNV nimmt eine wichtige Rolle ein, da potentielle Zielorte in der gesamten Stadt erschlossen werden. Personen, welche längere Distanzen nicht mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß laufen können oder möchten, sind auf ein attraktives Busangebot angewiesen. Mit den ausgearbeiteten Maßnahmenansätzen besteht die Idee, dass eine Ringlinie geschaffen wird. Dadurch werden außenliegende Stadtteile direkt verknüpft.

Weiterhin behält der ZOB eine wichtige Funktion mittels der Bildung von Durchmesserlinien sowie einer nötigen Verbesserung der Verknüpfung mit dem Bahnhof. Künftig sei auch zu prüfen, ob im Stadtgebiet weitere Bahnhaltepunkte sinnvoll sein könnten, um den Zugang zum Schienenpersonenverkehr zu erleichtern. Zuzüglich sollen mit den Nachbarkommunen Verbindungen im Taktverkehr eingeführt werden.

Weitere mögliche Maßnahmen sind zum Beispiel die Anpassung von Preisstrukturen der ÖPNV-Tickets, der Neu-/ Umbau des ZOB oder der Einsatz von umweltfreundlichen Fahrzeugen.

Mittels diesen Maßnahmen soll ein attraktives Angebot geschaffen werden, damit auch Autofahrer*innen vom ÖPNV und Mobilitätsverbund überzeugt werden können.

 

Ansprechpartner:

Herr Kühlwein

 

Stadtplanungsamt
Dr.-Pfleger-Straße 15
92637 Weiden
Tel.: 09 61 / 81 - 61 05
Fax: 09 61 / 81 - 60 19
E-Mail: planung-verkehr@weiden.de


Gefördert durch die Regierung d.OPf. im Rahmen der Städtebauförderung.

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