Katholische Pfarrkirche St. Marien / Rothenstadt

Der junge kath. Pfarrer Max Reger versuchte bereits nach zweiwöchiger Dienstzeit in Rothenstadt 1892 die Gläubigen für einen Neubau einer katholischen. Kirche zu begeistern. Ein nur sehr geringes Kirchenvermögen, aber vor allem die Auflagen der Simultaneumsvorschriften ließen das Vorhaben aussichtslos erscheinen. Der Pfarrer und die Pfarrgemeinde konnte sich jedoch auf die Hilfe und Unterstützung des letzten Schlossherren in Rothenstadt, Baron Eduard, Wilhelm, Camillus Freiherr von Sazenhofen, verlassen. Dieser trat als Bauherr der neuen Kirche auf. Das Genehmigungsverfahren wurde vom Bezirksamt Neustadt WN "als dem Simultaneum widersprechend" abgelehnt. Somit war man auf das Wohlwollen sowie auf die Bauerlaubnis durch die Bezirksregierung in Regensburg angewiesen.

Am 15. Mai 1893 konnte Pfarrer Reger mit dem Baumeister Franz Gerner aus Regensburg einen Bauvertrag abschliessen. Der Bauplan stammte von Domvikar Georg Dengler, Regensburg. Der Baugrund wurde vom 28-jährigen Bauer Georg Hägler kostenlos zur Verfügung gestellt.

M. Rudnik

St. Marien

Auszug aus der Denkmalliste:
Kath. Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau" mit Ausstattung, gotisierender Bau, 1894.