Verwunschene Fische in der Mooslohe

Nahe bei der Weiden in der Mooslohe war eine Lache. Da ging ein Bauer vorbei und sah so schöne Fische herumschwimmen. Die hatten so große Augen wie die Fensterscheiben. "Ach", dachte er, "wenn ich nur ein paar so schöne Fische hätte, die gäbe ich dem Herrn Pfarrer. Der würde eine Freude haben!" Und plagte und mühte sich ab. Endlich erwischt er doch einige. Er hatte zum Glück einen Sack bei sich und tat die Fische hinein. Er trug sie eine Weile. Sie wurden immer schwerer und schwerer. Und endlich so schwer, dass er sie nicht mehr tragen konnte. Glücklicherweise kam er doch heim und ließ dem Herrn Pfarrer die Fische sehen. Er sah sie an, der Herr Pfarrer, und sagte: "Ich mag diese Fische nicht, O nein! Die trag du gleich wieder dahin woher du sie genommen hast!" Der Bauer nahm die Fische und trug sie hin und warf sie hinein. Da wurde ein solches Getöse, dass er glaubte, die vier Weltteile kommen über ihn herein, und das Wasser wurde so groß, dass es über ihm zusammenschlug und er durch und durch nass nach Hause kam. Die Fische wurden im Hintragen wieder so schwer, dass sie ihn fast zusammengedrückt hätten. Er sah, dass es verwunschene Fische sind.

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