Der Kunstmaler Jakob Mühldorfer wurde am 8. April 1894 in Moosbürg geboren, das damals noch nicht nach Weiden eingemeindet war.

Nach der Volksschulzeit besuchte er zwei Jahre lang die Realschule.

Er malte und zeichnete leidenschaftlich gern und nachdem ihm eine begonnene Maler-Lehre gar nicht zusagte, wechselte er 1910 als Graveurlehrling zur Porzellanfabrik Gebrüder Bauscher. Die Firma war damals schon sehr fortschrittlich und so durfte er sich auf Firmenkosten weiterbilden. Mühldorfer arbeitete 54 Jahre lang bei Bauscher.

In seiner Freizeit war er ein eifriger Wanderer und widmete sich der Natur mit Skizzenblock und Aquarellfarben. So entstanden unzählige Bilder der oberpfälzer Landschaft, mit denen er Ausstellungen in Regensburg, Bayreuth und Nürnberg gestaltete.

Neben der Aquarellmalerei entstanden auch Ölbilder, diese aber meist auf Bestellung. Auch ungefähr 100 Linolschnitte haben sich erhalten.

Während des II. Weltkriegs und besonders in den Jahren danach schuf Jakob Mühldorfer an die 1 000 Portraitbilder verstorbener, gefallener oder vermisster Personen fast immer nach photographischen Vorlagen.

Von 1923 bis 1967 wohnte der Maler auf der Konradshöhe, der Wohnanlage für Angehörige der Firma Bauscher, die später in eine Baugenossenschaft umgewandelt wurde.

Jakob Mühldorfer starb am 1.10.1974 in Weiden.

Bild von Jakob Mühldorfer