Der Kunstmaler Eduard Götz war ein Sohn des Weidener Malermeisters Johann Götz und dessen Ehefrau Babette, geborene Betz. Er kam am 12. April 1876 in der damaligen Wohnung seiner Familie in der Judengasse auf die Welt. Von 1882 bis 1889 besuchte er die Volksschule in Weiden, dann begann er eine Lehre im väterlichen Malerbetrieb. Sein Interesse für die Malerei war aber schon zu diesem Zeitpunkt vorhanden, denn neben seiner Lehre hospitierte er im Zeichenunterricht der Realschule bei Professor Georg Krauß von 1889 bis 1894.

Sein Weg führte ihn dann an die Kunstgewerbeschule in München, wo er die Meisterklasse von Professor Dietl besuchte.

Bei Architekt Weiß in Landshut durchlief er eine zweijährige Ausbildung für Kircheneinrichtungen.

Danach kehrte er nach Weiden zurück, wo er als freischaffender Künstler arbeitete und sich gleichzeitig im Malerhandwerk weiterbildete. Am 19. Mai 1905 legte er als einer der ersten in Weiden die Meisterprüfung als Maler ab. Von 1907 bis 1931 war er an der Berufsschule nebenamtlich als Zeichenlehrer tätig.

Am 14. November 1918 eröffnete er eine “Werkstätte für dekorative Arbeiten“

In Anerkennung seiner Verdienste als Organisator des Gewerbevereins und der Arbeitsgemeinschaft für Industrie, Handel und Gewerbe wurde er am 20.12.1928 zum Gewerberat ernannt.

Der Ehrenmeisterbrief des Malerhandwerks wurde ihm am 15. Juli 1955 verliehen.

Eduard Götz starb am 8. Januar 1961.

Er hinterließ viele bedeutende Kunstwerke, am vertrautesten dürfte aber den Weidenern das von ihm 1937 aus 44 000 Steinchen geschaffene Mosaik am Giebel des Alten Rathauses sein, das die Erstnennung Weidens im Jahr 1241 zum Thema hat.

Bild von Eduard Götz