01.12.2025
39 Jahre nach Tschernobyl
Keine Gesundheitsgefahr durch Radioaktivität in Pilzen
39 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl stellen die Speisepilze im Stadtgebiet keine Gesundheitsgefahr dar.
Die 2025 gesammelten Proben wurden durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf die Radionuklide Cäsium-137 (Cs-137) und Cs-134 überprüft. Cs-134 war in den Pilzen, die überwiegend aus den Gebieten Manteler Wald und Fischerberg stammten, nicht mehr nachweisbar, die Cs-137-Werte lagen deutlich unter dem EU-Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm und sind im Vergleich zu den jährlichen Messungen seit 2000 stabil bis rückläufig. Lamellenpilze wie Täublinge und Champignons zeigten generell geringere Radioaktivitätswerte als Röhrlinge. Die Strahlenschutzkommission sieht bei diesen Werten keine gesundheitlichen Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher.
Der Umweltingenieur der Stadt Weiden, Martin Böhm, betont: "Die aktuellen Ergebnisse bestätigen, dass bei den üblichen Verzehrmengen keine Einschränkungen hinsichtlich der Radioaktivität in Pilzen bestehen." Das Monitoring in Zusammenarbeit mit dem Pilzsachverständigen Hubert Seidl wird fortgesetzt, um die Entwicklung der Radioaktivitätswerte langfristig zu beobachten und die Bevölkerung transparent zu informieren. Für Rückfragen steht der Umweltingenieur gerne zur Verfügung.
Die gemessenen Cs-137-Werte (in Becquerel pro Kilogramm) der wichtigsten Pilzarten im Überblick:
- Maronenröhrling: 44 und 66 Bq/kg (frühere Werte: 42 – 235 Bq/kg)
- Steinpilz (2024): 44 Bq/kg (7 – 123 Bq/kg)
- Pfifferling (2023): 1 Bq/kg (1– 138 Bq/kg)
- Semmelstoppelpilz: 46 Bq/kg (46 – 345 Bq/kg)
- Täublinge (Frauentäubling): 2 Bq/kg
- Krause Glucke (Fette Henne, 2024): 1 Bq/kg (1 – 15 Bq/kg)
- Reifpilz: 45 Bq/kg (10 – 191 Bq/kg)
