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Kino-Anlaufhilfe; Beantragung

Kinobetreiber/innen in Bayern können für ihre Kinospielstätten in Bayern Corona-bedingte Liquiditätsengpässe für die Phase nach der Kinowiedereröffnung in Bayern geltend machen.

Zweck

Mit der Verlängerung der finanziellen Kino-Anlaufhilfe sollen weiterhin bestehende Liquiditätsengpässe als auch existenzbedrohende Wirtschaftslagen, die sich für die Kinos aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ergeben, abgewendet und Betriebsverluste ausgeglichen werden.

Zuwendungsempfänger

Die Kino-Anlaufhilfe wird auf Antrag nur zu Gunsten von bayerischen Kinospielstätten gewährt. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die mindestens eine in Bayern befindliche Kinospielstätte betreiben und in der beantragten Kinospielstätte aus dem Verkauf von Eintrittskarten einen Umsatz von mehr als 100.000 Euro im Jahr 2019 erzielt haben. Die Anträge können je in Bayern gelegener Kinospielstätte gestellt werden.

Art und Höhe

Die konkrete, auszahlbare Kino-Anlaufhilfe richtet sich nach dem nachgewiesenen Liquiditätsengpass in den auf die Antragstellung folgenden Monaten, frühestens ab dem 1. Januar 2021, bis zum 30. Juni 2021.

Die Kino-Anlaufhilfe darf den für die jeweilige Kinospielstätte zu errechnenden Höchstbetrag nicht überschreiten. Der jeweilige Höchstbetrag wird anhand einer Staffelung nach den verfügbaren Kinoleinwänden pro Kinospielstätte sowie nach Maßgabe der nachstehend aufgeführten Berechnungsformeln errechnet:

  • je einer Kinospielstätte mit einer bis drei Kinoleinwänden: bis zu 0,70 Euro pro Anzahl der im Jahr 2019 verkauften Kinoeintrittskarten (Tickets)
  • je einer Kinospielstätte mit vier bis acht Kinoleinwänden: bis zu 0,55 Euro pro Anzahl der im Jahr 2019 verkauften Kinoeintrittskarten (Tickets)
  • je einer Kinospielstätte mit neun oder mehr Kinoleinwänden: bis zu 0,40 Euro pro Anzahl der im Jahr 2019 verkauften Kinoeintrittskarten (Tickets)

Die Auszahlung der Kino-Anlaufhilfe erfolgt nach Bewilligung des Antrags in zwei Phasen wie folgt:

  • 70 % der Kino-Anlaufhilfe werden unmittelbar nach Bewilligung ausgezahlt.
  • Die restlichen 30 % der Kino-Anlaufhilfe werden ab dem 1. März 2021 ausgezahlt.
  • Der Antragsteller muss nachweisen, dass er sich infolge der Corona-Pandemie mit der beantragten und in Bayern gelegenen Kinospielstätte in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet, die die Existenz dieser Kinospielstätte gefährden, weil die monatlich fortlaufenden Einnahmen aus dem gesamten Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten aus dem monatlich fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand für die beantragte Kinospielstätte (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten, monatliche Mitarbeiterlöhne, Stromkosten etc.) in den auf die Antragstellung folgenden Monaten bis zum 30. Juni 2021 zu begleichen (Liquiditätsengpass). 
  • Der Antragsteller muss glaubhaft versichern, dass in der Kinospielstätte, für die er die Kino-Anlaufhilfe beantragt hat, ein regelmäßiger Spielbetrieb bis zum 30. Juni 2021 stattfinden wird, sofern der Spielbetrieb infektionsschutzrechtlich zulässig ist oder trotz der mit dem Infektionsschutz verbundenen Maßnahmen noch als wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Ein regelmäßiger Spielbetrieb ist in der Regel dann anzunehmen, wenn mindestens an 15 Kalendertagen pro Monat entgeltliche Filmvorführungen stattfinden. Auf Antrag kann hiervon abgewichen werden. 
  • Einem Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) dürfen keine Kino-Anlaufhilfen gewährt werden. Ausnahme: Unternehmen, die am 31. Dezember 2019 keine Unternehmen in Schwierigkeiten waren, aber in der Zeit vom 16. März 2020 bis zum 30. Juni 2021 zu Unternehmen in Schwierigkeiten wurden, können Hilfen gewährt werden. 

Weiterführende Informationen finden Sie in der Förderrichtlinie (siehe unter "Rechtsgrundlagen").

Der Antrag mit den notwendigen Erklärungen muss online eingereicht werden (siehe unter "Online-Verfahren").

Die Bewilligungsstelle prüft das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen sowie die Höhe der Finanzhilfe im Hilfezeitraum und entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen über die Anträge. Die Prüfung erfolgt zunächst anhand der Angaben im und zum Antrag. 

Die Kino-Anlaufhilfe wird von der Bewilligungsstelle nach einer Bewilligung des Antrags auf das Konto des Antragstellers überwiesen.

Nach Beendigung des Hilfsprogramms erfolgt eine nachgelagerte Prüfung im Hinblick auf die gewährte Finanzhilfe anhand eines für das Ende des Halbjahres 2021 erstellten und von einem Steuerberater bestätigten Geschäftsergebnisses, z. B. in der Form eines „Soll-Ist-Vergleichs“ der Liquiditätsplanung für den beantragten Zeitraum. 

Weiterführende Informationen finden Sie in der Förderrichtlinie (siehe unter "Rechtsgrundlagen").

Anträge auf die Kino-Anlaufhilfe können bis einschließlich zum 31. Mai 2021 gestellt werden.

Erforderliche Unterlagen

  • Für den Nachweis des Liquiditätsengpasses und zur Prüfung der Antragsvoraussetzungen sowie zur Feststellung der Antragsberechtigung sollten folgende Unterlagen eingereicht werden:
    • eine durch einen Steuerberater bestätigte Liquiditätsbedarfsplanung
    • FFA-Kontoauszüge zu Besucherzahlen und Nettokartenverkaufsumsatz für das Jahr 2019 für die beantragte Kinospielstätte
    • bei OHG, KG, GmbH oder AG: Auszug aus dem Handelsregister
  • Nachweis über die Identitätsbestätigung gemäß Geldwäschegesetz

    Dieser muss vor dem Abschluss des Zuschussvertrages bei der LfA Förderbank mit dem entsprechenden Formular (siehe unter "Formulare") nachgereicht werden.

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

Formulare

Verantwortliche Behörde
Bayerisches Staatsministerium für Digitales (siehe BayernPortal)

weitere Informationen zu dieser Leistung im Bayernportal

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