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Berufskrankheit; Anzeige bei Verdacht

Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit muss dies dem Unfallversicherungsträger oder der für den medizinischen Arbeitsschutz zuständigen Stelle (in Bayern dem Gewerbeärztlichen Dienst des Gewerbeaufsichtsamtes bei der zuständigen Regierung) dieser Verdacht angezeigt werden.

Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit muss dem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften, Unfallkasse) oder der für den medizinischen Arbeitsschutz zuständigen Stelle (in Bayern dem Gewerbeärztlichen Dienst des Gewerbeaufsichtsamtes bei der zuständigen Regierung) dieser Verdacht angezeigt werden. Die Anzeige kann formlos schriftlich oder telefonisch oder unter Zuhilfenahme eines Formulars erfolgen (Berufskrankheiten-Anzeige).

Der zuständige Unfallversicherungsträger eröffnet nach Erhalt der Anzeige ein Berufskrankheiten-Feststellungsverfahren, welches in der Regel mit einem Bescheid abgeschlossen wird. Der Gewerbeärztliche Dienst der Gewerbeaufsichtsämter wirkt im Verfahren mit.

Berufskrankheiten-Anzeige kann durch den behandelnden Arzt (§ 7 Berufskrankheiten-Verordnung) oder den Betriebsarzt sowie grundsätzlich auch durch den Versicherten selbst erfolgen. Anzeige erstatten kann auch der Unternehmer oder die Krankenkasse.

Hat ein Arzt oder Zahnarzt den begründeten Verdacht, dass bei einem Versicherten eine Berufskrankheit besteht, so hat er dies dem Träger der Unfallversicherung oder der für den medizinischen Arbeitsschutz zuständigen Stelle unverzüglich anzuzeigen (in Bayern: Gewerbeärztlicher Dienst des Gewerbeaufsichtsamtes an der jeweiligen Regierung).

In der Regel sollte die Anzeige direkt an den zuständigen Unfallversicherungsträger geschickt werden. Wenn Sie allerdings nicht wissen, welche Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse für den eigenen Betrieb zuständig ist, kann die Anzeige auch an den wahrscheinlichsten Träger geschickt werden. Sie wird von diesem, sofern er nicht selbst zuständig ist, an den tatsächlich zuständigen Unfallversicherungsträger weitergeleitet.

  • Hinweis darauf, dass bei der oder dem Beschäftigten des Unternehmens eine Berufskrankheit vorliegen könnte bzw.
  • ärztlich begründeter Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit.

Melden Sie dem Unfallversicherungsträger oder dem Gewerbeärztlichen Dienst des zuständigen Gewerbeaufsichtsamtes den Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit unter Verwendung des entsprechenden Formulars.

Nach Eingang der Verdachtsanzeige leitet der zuständige Unfallversicherungsträger Ermittlungen ein. Es muss festgestellt werden, ob der Betroffene einer versicherten Tätigkeit nachgegangen ist. Grundsätzlich sind nämlich nur abhängig Beschäftigte gesetzlich unfallversichert. Selbständig Tätige (Unternehmer, Freischaffende) sind nicht versicherungspflichtig und somit auch nicht leistungsberechtigt, es sei denn, sie haben sich freiwillig versichert.

Weiterhin wird in dem Verfahren festgestellt, ob die Erkrankung, die angezeigt wird, wirklich besteht, und ob diese Erkrankung Folge der beruflichen Tätigkeit ist.

Die Feststellung geschieht durch medizinische Gutachten, Auswertung medizinischer Unterlagen, Befragung des Versicherten, Ermittlungen am Arbeitsplatz und Heranziehung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Versicherte ist zur Mitwirkung am Verfahren verpflichtet. Kommt er dieser Mitwirkungspflicht nicht nach, kann das Verfahren ergebnislos eingestellt werden. Wurden die Kausalitätszusammenhänge positiv ermittelt und sind gegebenenfalls weitere sozialversicherungsrechtliche Bedingungen erfüllt, kann es nach Beschluss des Rentenausschusses zur Anerkennung einer Berufskrankheit kommen.

  • Unternehmen: innerhalb von 3 Tagen nach Bekanntwerden eines Anhaltspunktes
  • Ärzte: unverzüglich

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

Formulare

Verantwortliche Behörde
Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (siehe BayernPortal)

weitere Informationen zu dieser Leistung im Bayernportal

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