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Dolmetscherdienste im Rahmen der Beratungstätigkeit der Frauenhäuser und Notrufe einschl. Interventionsstellen; Beantragung einer Förderung für Ausgaben

Der Freistaat Bayern gewährt Zuwendungen zu den Ausgaben für Dolmetscherdienste im Rahmen der Beratungstätigkeit der staatlich geförderten Frauenhäuser und Notrufe sowie der staatlich geförderten Interventionsstellen.

Zweck

Durch staatliche Zuwendungen soll Frauen mit Migrationshintergrund der Zugang zum Hilfesystem bei Gewaltbetroffenheit erleichtert und damit ihre Integration gefördert werden

Gegenstand

Gegenstand der Förderung sind Ausgaben für Dolmetscherdienste (sog. Honorarkosten für Sprachmittlung), die in Zusammenhang mit der Beratung und Betreuung von gewaltbetroffenen Frauen mit Migrationshintergrund entstehen. Die Sprachmittlung kann auch telefonisch erfolgen. Nicht gefördert werden Ausgaben für Gebärdensprachdolmetschung.

Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfänger sind die Träger von staatlich geförderten Frauenhäusern und / oder von staatlich geförderten Notrufen, die Mitglieder eines Spitzenverbandes sind.

Zuwendungsfähige Kosten

Zuwendungsfähig sind die angefallenen Stundenvergütungen für die reine Dolmetscherleistung und eine Vergütung für eventuelle Reisezeiten. Es sind zuwendungsfähige Höchstbeträge festgelegt.  

Art und Umfang

Die staatliche Zuwendung wird im Rahmen einer Projektförderung als Anteilfinanzierung mit Höchstgrenze gewährt.

Der Einsatz der Dolmetscherin/Sprach- und Kulturmittlerin und des Dolmetschers/ Sprach- und Kulturmittlers muss in Zusammenhang mit der Beratung und Betreuung der gewaltbetroffenen Frauen im Sinne der Aufgaben nach der Frauenhaus- und Notrufförderrichtlinie bzw. der pro-aktiven Beratung nach dem AMS vom 01.04.2015 stehen.

Vom Zuwendungsempfänger ist ein Eigenanteil von zehn v.H. der zuwendungsfähigen Ausgaben zu erbringen.

Die vollständigen Förderanträge müssen vor Beginn des Bewilligungszeitraums unter Verwendung des hierfür zur Verfügung gestellten Antragsformulars spätestens bis zum Ablauf des 1. Dezember des Vorjahres bei der Regierung von Mittelfranken gestellt werden.


Als Projektbeginn ist der 1. Januar des jeweiligen Haushaltsjahres zu beantragen. Der Bewilligungszeitraum endet am 31. Dezember des jeweiligen Haushaltsjahres. Eine rückwirkende Förderung erfolgt nicht.

Anträge unter 200 Euro Zuwendungshöhe können aus verwaltungstechnischen Gründen nicht berücksichtigt werden.

Über den Einsatz ist eine tabellarische Zusammenstellung mit folgenden Angaben zu erstellen:

  • Anzahl der Klientinnen, bei denen eine Sprachmittlung erfolgte
  • Häufigkeit der angefragten Sprachen
  • Qualifikation der eingesetzten Dolmetscherin/Sprach- und Kulturmittlerin bzw. des eingesetzten Dolmetschers/Sprach- und Kulturmittlers
  • Anzahl der angefallenen Einsatzstunden, getrennt nach reine Dolmetscherleistung und Reisezeiten

Der Förderantrag ist schriftlich bis spätestens 1. Dezember des Vorjahres zu stellen.

Rechtsgrundlagen

  • Förderausschreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vom 13.04.2016; Az.: III5/6865.01-1/73, i.d.F. vom 28.12.2017 - Staatliche Förderung von Ausgaben für Dolmetscherdienste zur Sprachmittlung im Rahmen der Beratungstätigkeit der Frauenhäuser und Notrufe

Formulare

Verantwortliche Behörde
Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (siehe BayernPortal)

weitere Informationen zu dieser Leistung im Bayernportal

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