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Gesundheitsförderung und Prävention; Beantragung einer Projektpartnerschaft im Rahmen der Initiative "Gesund.Leben.Bayern."

Mit der Initiative Gesund.Leben.Bayern. gibt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wegweisenden Projekten zur Gesundheitsförderung und Prävention eine Starthilfe. Gefördert werden wissensbasierte und qualitätsgesicherte Modellprojekte, die das individuelle Verhalten ebenso berücksichtigen wie Bedingungen in der Lebensumwelt.

Zweck und Gegenstand der Förderung

Ziel der Initiative ist die Förderung und Begleitung von Präventionsmaßnahmen. Die Schwerpunkte liegen in den vier zentralen Handlungsfeldern des Bayerischen Präventionsplans:

  • Gesundes Aufwachsen in der Familie, in Kindertageseinrichtungen, in sonstigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in der Schule
  • Gesundheitskompetenz in der Arbeitswelt und betriebliche Präventionskultur
  • Gesundes Altern im selbstbestimmten Lebensumfeld
  • Gesundheitliche Chancengleichheit

Außerdem werden Projekte bevorzugt gefördert, die einen Bezug zu den Themenschwerpunkten (siehe "Weiterführende Links") des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege haben.

Zuwendungsempfänger

Die Projekte können von einer Vielzahl von Partnern geplant und durchgeführt werden. Die Palette der Antragssteller ist breit gefächert, sie umfasst u.a. Vereine, Wohlfahrtsorganisationen, Universitäten, Akteure und Einrichtungen des Gesundheitswesens und andere.

Zuwendungsfähige Kosten

Die förderfähigen Ausgaben beziehen sich auf das Vorhaben. Voraussetzung für die Anerkennung ist die Einhaltung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

Höhe der Zuwendung

Es bestehen keine festgelegten Vorgaben zur finanziellen Höchstförderung. Bei der Erstellung des Finanzplans ist auf einen Eigenanteil von 20 % zu achten. Von nicht-universitären Einrichtungen ist zudem die Hälfte des Eigenanteils, d. h. 10 % des gesamten Projektbudgets, als bare Mittel einzubringen.

Voraussetzung für eine Förderung durch die Gesundheitsinitiative ist, dass mit der Umsetzung des Projektes noch nicht begonnen wurde und auch nicht vor Erlass der Zuwendungsbescheinigung begonnen wird.

Nicht gefördert werden Werbemaßnahmen für Produkte, einzelne Betriebe oder Personen. Wichtig ist daher, dass neutrale Partner, welche verbindlichen Formen der Finanzdarlegung und Organisation unterliegen, eingebunden sind.

Anträge können grundsätzlich ganzjährig im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, eingereicht werden. Alle eingehenden Anträge werden in einem mehrstufigen Verfahren begutachtet und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zur Entscheidung vorgelegt. Eine Antragstellung sollte daher mit ausreichend Vorlauf zum geplanten Projektbeginn erfolgen. Wir empfehlen, Ihren Antrag mit einem Vorlauf von mindestens vier Monaten zum geplanten Projektbeginn einzureichen.

Zur Antragstellung verwenden Sie bitte das jeweils aktuelle Antragsformular sowie den Kosten und Finanzierungsplan, das Sie per Download (siehe "Formulare") herunterladen können oder über GLB-Foerderung@lgl.bayern.de anfordern können.

Es wird empfohlen vor Antragseinreichung Kontakt über GLB-Foerderung@lgl.bayern.de aufzunehmen.

Die ausgefüllten Unterlagen schicken Sie bitte elektronisch an GLB-Foerderung@lgl.bayern.de.

Die Papierversion mit Originalunterschrift ist (nach Aufforderung durch die Sachbearbeiter) unter folgender Adresse einzureichen (ab Januar 2021):

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Sachgebiet K1
GLB-Förderung
Prinzregentenstraße 6
97688 Bad Kissingen
E-Mail:  GLB-Foerderung@lgl.bayern.de 

Fachliche Ansprechpartnerin:
Frau Dr. Verdugo-Raab
E-Mail: GLB-Fachberatung@lgl.bayern.de

Leitprinzipien der Gesundheitsinitiative:

  • Es werden vorrangig Projekte der Gesundheitsförderung und Primärprävention gegenüber sekundär- und tertiärpräventiven Ansätzen im Rahmen der o.g. Handlungsfelder gefördert.
  • Projekte, die lebensweltorientiert intervenieren („Setting-Ansatz“) bzw. die eine wirksame Kombination von individuumsbezogener Verhaltensprävention und umfeldbezogener Verhältnisprävention darstellen, werden bevorzugt.
  • Projekte sollen sozial inklusiv sein sowie Gender- und Migrationsaspekte einbeziehen. Eine Verringerung sozialer Ungleichheit wird angestrebt.
  • Ein wichtiges Förderkriterium sind Wissensbasierung, Evaluation und Qualitäts­management aller Maßnahmen. Der aktuelle wissenschaftliche Stand ist in der Projektbeschreibung darzustellen. Bereits im Planungsstadium sollen projektbezogene geeignete Evaluationsstrategien zur Zielerreichung mit einbezogen werden.
  • Projekte sollen partizipative Elemente, falls angemessen, beinhalten, wie z.B. eine aktive Einbindung der Zielgruppe bei Planung, Umsetzung oder Evaluation.
  • Projekte sollen innovativ sein, einen Modellcharakter aufweisen und ein eventueller künftiger Transfer soll von Anfang an mitberücksichtigt werden, z.B. auch durch die Erstellung von Transferhilfen und die Berücksichtigung der strukturellen Voraus­setzungen beim potenziellen Transferpartner schon bei der Projektplanung.
  • Projekte sollen möglichst in Kooperationen durchgeführt werden, die als tragfähige Basis für eine Fortsetzung bewährter Projekte dienen können. Es sind besonders Praxis-Wissenschaftskooperationen erwünscht, auch intersektorale Kooperationen, die mit einer gemeinsamen Zielsetzung den Problemstellungen effektiv und nachhaltig begegnen können. 

 

Sonstige Hinweise

  • Der Projektnehmer ist verpflichtet, im Rahmen von Veröffentlichungen sowie sonstiger Öffentlichkeitsarbeit regelmäßig auf die Förderung aus Mitteln der Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern. hinzuweisen. Dabei ist stets das für den Förderbereich eingeführte Logo, das vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zur Verfügung gestellt wird, zu verwenden.
  • Der Projektnehmer verpflichtet sich innerhalb von einem Monat nach Erhalt des Zuwendungsschreibens eine einseitige Projektbeschreibung für die Internetseite der Gesundheitsinitiative zu übermitteln.
  • Bei Projekten mit mehr als einjähriger Förderung ist einmal jährlich  ein Zwischenbericht in elektronischer- und in Papierform zu erstellen. Das Formular wird von der GLB-Förderung zur Verfügung gestellt.
  • Innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss der Projektförderung hat der Projektnehmer der GLB-Förderung einen Abschluss- und Selbstevaluationsbericht in elektronischer- und in Papierform und ggf. bei Bedarf weitere, für eine Evaluation erforderliche Daten, zu übermitteln. Die Vorlagen für den Abschluss- und den Selbstevaluationsbericht werden von der GLB-Förderung zur Verfügung gestellt. Der Zuwendungsempfänger verpflichtet sich, während der Projektlaufzeit entsprechende Daten zu erheben und zu dokumentieren, die zur aussagekräftigen Anfertigung des Selbstevaluationsberichtes nötig sind.
  • Die Verwendung der Projektmittel ist im Sinne des Bayerischen Haushaltsrechts und der ANBest-P nachzuweisen. Der Verwendungsnachweis ist der GLB-Förderung innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss der Projektförderung vorzulegen.
  • Für Maßnahmen, die nach diesen Grundsätzen gefördert werden, darf keine Förderung aus anderen Haushaltsmitteln des Freistaates Bayern in Anspruch genommen werden. Werden für diesen Zweck Mittel des Bundes oder der EU gewährt, so wird die staatliche Förderung entsprechend reduziert. Die beantragte Zuwendung ist eine Subvention iSd § 264 StGB (Subventionsbetrug). Die für die Gewährung der Zuwendung maßgeblichen Tatsachen sind subventionserheblich, vgl. Art. 1 BaySubvG. Mit dem Zuwendungsantrag ist eine entsprechende Erklärung hierüber abzugeben. Bereits begonnene Projekte können nicht gefördert werden. Entscheidend für den Beginn ist vorliegend der Zeitpunkt der Bewilligung, nicht der Zeitpunkt der Antragseinreichung beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Wir empfehlen, Ihren Antrag mit einem Vorlauf von mindestens vier Monaten zum geplanten Projektbeginn einzureichen

keine

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Projektpartnerschaft mit Anlagen
  • GLB Kosten- und Finanzierungsplan
  • ggf. Stellungnahme eines Datenschutzbeauftragten
  • ggf. Votum der Ethikkommission
  • ggf. De-minimis-Formular bzw. DAWI-Formular

Rechtsgrundlagen

Formulare

Verantwortliche Behörde
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (siehe BayernPortal)

weitere Informationen zu dieser Leistung im Bayernportal

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