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Energieversorgung; Genehmigung des Netzbetriebs

Die Aufnahme des Betriebs eines Energieversorgungsnetzes bedarf der vorherigen Genehmigung.

Die Aufnahme des Betriebs eines Energieversorgungsnetzes bedarf der vorherigen Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Energieversorgungsnetze sind Elektrizitätsversorgungsnetze und Gasversorgungsnetze über eine oder mehrere Spannungsebenen oder Druckstufen mit Ausnahme von Kundenanlagen im Sinne von § 3 Nrn. 24a und 24b Energiewirtschaftsgesetz. Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn der/die Antragsteller(in) nicht die personelle, technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit besitzt, um den Netzbetrieb entsprechend den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes auf Dauer zu gewährleisten.

Der/Die Antragsteller(in) muss die personelle, technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit besitzen, um den Netzbetrieb entsprechend den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes auf Dauer zu gewährleisten.Die Genehmigung muss vor Betriebsaufnahme erlangt werden. Über die Erteilung der Genehmigung entscheidet das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie innerhalb von sechs Monaten nach Vorliegen vollständiger Antragsunterlagen (§ 4 Abs. 1 Energiewirtschaftsgesetz). Es ist auf eine rechtzeitige Beantragung zu achten.Gebührenrahmen für die Genehmigung: 30 bis 7.500 Euro

Erforderliche Unterlagen

  • Projektbeschreibung
    Beschreibung des Netzes, dessen Betrieb aufgenommen werden soll, mit Mengengerüst. Insbesondere sind Angaben zur Lage des Netzes, den technischen Einrichtungen (mit Leis-tungsdaten), den Netzkunden und dem Betrieb des Netzes zu machen.
  • Unternehmensbeschreibung
    Geschäftszweck, Geschäftsführung, Organisation
  • Organisationsplan
  • Gesellschaftervertrag/-verträge, Satzungen, o.ä.
  • Konzessionsvertrag (Wegerechtsvertrag)
    Sofern zutreffend
  • Führungszeugnis
  • Lebenslauf der Geschäftsführer
  • Kartographische Darstellung des Energieversorgungsnetzes mit genauer Abgrenzung zu vor- bzw. nachgelagerten Energieanlagen, Schaltplan, ggf. weitere Planunterlagen
  • Auflistung der technischen Anlagen, insbesondere Angabe der im Versorgungsnetz vorhandenen Druckstufen (ND, MD, HD < 16 bar, HD > 16 bar) bzw. Spannungsebenen (NS, MS, HS, Höchstspannung)
    Sofern nicht aus dem Kartenmaterial ersichtlich
  • Verbindlicher Betriebsführungsvertrag über die gesamte Betriebsführung im technischen und kaufmännischen Bereich oder sonstige Dienstleistungsverträge

    Sofern zutreffend, ist die Qualifikation und Leistungsfähigkeit des Betriebsfüh-rers/Dienstleisters nachzuweisen.


    Bei sonstigen Dienstleistungsverträgen ist zusätzlich die personelle Qualifikation beim An-tragssteller als verantwortliche Führungskraft im technischen bzw. kaufmännischen Sinn nachzuweisen.

  • Darstellung des Entstörungsdienstes/Risikomanagements für den Netzbetrieb
    Soweit nicht aus Betriebsführungs- oder Dienstleistungsverträgen ersichtlich.
  • Nachweis der Qualifikation des Betriebsführers/Dienstleisters
    Nur soweit Betriebsführer oder Dienstleister kein Energieversorgungsunternehmen ist.
  • Benennung der Technischen Führungskraft nach VDE- Anwendungsregel VDE-AR-N 4001 (S 1000) bzw. DVGW-Arbeitsblatt G1000 mit Darstellung der entsprechenden Qualifikation
  • Vorhandene energierechtliche Genehmigungen
    sofern zutreffend
  • Kauf-/Pachtvertrag über das Netz
    sofern zutreffend
  • Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zur dauerhaften Gewährleistung des Netzbetriebs entsprechend den Vorschriften des EnWG

    Nachweis der Kapitalausstattung durch Geschäftsbericht oder Jahresabschluss (bei Neugründungen: Eröffnungsbilanz) mit Planergebnisrechnung.

    Sofern vorhanden: Patronatserklärung, Ergebnisabführungsvertrag, Auskunft eines Wirtschaftsinformationsdienstes über die Bonität oder Stellungnahme der Rechtsaufsichtsbehörde mit Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit/Gemeinderats- bzw. Stadtratsbeschluss zur Aufnahme des Netzbetriebes.
  • Nachweis der Mittelspannungsschaltberechtigung
    sofern zutreffend
  • Beschreibung der personellen, technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, um einen dauerhaften Netzbetrieb entsprechend den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes gewährleisten.
  • Handels-, Vereins-, oder Genossenschaftsregisterauszug oder Nachweis der Gewerbeanmeldung.
  • Stellungnahme der Rechtsaufsichtsbehörde mit Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit/Gemeinderats- bzw. Stadtratsbeschluss zur Aufnahme des Netzbetriebes
  • Vollmachtsurkunde

    Sofern der Antrag für eine dritte Person gestellt wird.

  • Vorlage einer TSM-Zertifizierung

    Sofern vorhanden. Kann weiteren Vortrag zur personellen und technischen Leistungsfähigkeit entbehrlich machen.

  • Darstellung der personellen und technischen Leistungsfähigkeit der Antragstellerin, insoweit keine verbindlichen Betriebsführungsverträge vorliegen.

Rechtsgrundlagen

Formulare

Verantwortliche Behörde
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (siehe BayernPortal)

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