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Agrarberufe; Beantragung der beruflichen Bildungsnachweise von Spätaussiedlern

Die Anerkennung von Zeugnissen und Befähigungsnachweisen von Spätaussiedlern in Bayern für die Agrarberufe ohne Ausbildungsgänge im Hochschulbereich muss beantragt werden.

Gemäß § 10 Abs. 1 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) sind Prüfungen und Befähigungsnachweise anzuerkennen, die Spätaussiedler bis zum 8. Mai 1945 im Gebiet des Deutschen Reiches nach dem Gebietsstand vom 31. Dezember 1937 abgelegt oder erworben haben.

Gemäß § 10 Abs. 2 BVFG sind Prüfungen und Befähigungsnachweise anzuerkennen, die Spätaussiedler in den Aussiedlungsgebieten abgelegt oder erworben haben, wenn sie den entsprechenden Prüfungen oder Befähigungsnachweisen im Geltungsbereich des Grundgesetzes gleichwertig sind.

§ 10 ist gemäß § 7 Abs. 2 BVFG auch entsprechend anzuwenden auf den Ehegatten und die Abkömmlinge von Spätaussiedlern, die die Voraussetzungen des § 4 Abs. 1 oder 2 BVFG nicht erfüllen, aber die Aussiedlungsgebiete im Wege des Aufnahmeverfahrens verlassen haben.

Der Antrag ist an keine Fristen gebunden.Bei Spätaussiedlern im Sinne des Bundesvertriebenengesetzes werden keine Kosten erhoben.

Erforderliche Unterlagen

  • Erklärung, dass bisher in keinem anderen Bundesland Antrag gestellt wurde
  • Befähigungsnachweis
    als Ablichtung vom Original sowie eine Übersetzung
  • Nachweis über die vor und nach der Abschlussprüfung ausgeübten einschlägigen beruflichen Tätigkeiten
  • Arbeitsbuch
    im Original und Übersetzung als Kopie
  • Lebenslauf
  • Nachweis über die Zugehörigkeit zum antragsbechtigten Personenkreis
    Vertriebenenausweis (AB Vertriebene)
  • Geburtsurkunde
    bei Namensänderung
  • Heiratsurkunde
    bei Namensänderung

Rechtsgrundlagen

Verantwortliche Behörde
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (siehe BayernPortal)

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