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Weinbau; Beantragung einer Qualitätsprüfung für Weine

Bestimmte Weinerzeugnisse (z. B. Qualitätsweine) dürfen nur dann zum Verkauf angeboten werden, wenn sie die Qualitätsprüfung für Weine („Wein-TÜV”) bestanden haben. Sie bedürfen einer Amtlichen Prüfungsnummer (A.P.Nr.).

Die Regierung von Unterfranken ist für die amtliche Prüfung aller Qualitäts- und Prädikatsweine, Qualitätslikörweine b.A., Qualitätsperlweine b.A. und Sekte b.A. aus in Bayern geernteten Trauben zuständig. Bei der amtlichen Weinprüfung werden pro Jahr durchschnittlich ca. 12.500 Partien Wein von ca. 800 Betrieben angestellt. Rund 99 % der Ertragsrebflächen liegen dabei in Franken. Mit dem Ablauf des Kalenderjahres 2016 kann die Regierung bereits auf 45 Prüfjahrgänge zurückblicken. Der "Wein-TÜV" mit seiner strengen Prüfung ist Garant für ein hohes Niveau aller bayerischen Qualitätsweine. Die amtliche Prüfung erstreckt sich auf folgende Bereiche:

  • rechtlicher Teil ( wie Bezeichnung und Verschnitt)
  • analytischer Teil ( wie Anreicherung, Gesamtschwefelgehalt, Inhaltsstoffe)
  • sensorischer Teil (Fehlerfreiheit, typisch für die Rebsorte und die Prädikatsstufe)

Die Weine werden einer der 12 Prüfungskommissionen verdeckt vorgestellt, die den Wein nach einem bundeseinheitlichen Prüfschema bewerten. Die sechsköpfigen Prüfungskommissionen setzen sich jeweils aus drei Vertretern des Fränkischen Weinbauverbandes e.V., einem Vertreter des Bezirksverbandes des Bayerischen Weinhandels, einem Vertreter der Verbraucherorganisationen sowie einem Vertreter der Weinüberwachung beim Bayer. Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zusammen. Auch der Bezirk Unterfranken und die Bayer. Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim sind mit ihren Geschäftsführern in das Prüfungsverfahren mit eingebunden.

Qualitätsweine, Prädikatsweine, Qualitätslikörweine b.A., Qualitätsperlweine b.A. und Sekte b.A. aus bestimmten Anbaugebieten (z. B. aus Franken) können erst dann abgefüllt in den Verkehr kommen, wenn sie eine rechtliche, chemische und sensorische Prüfung mit Erfolg durchlaufen haben.

Das Erzeugnis muss von der Zusammensetzung (Inhaltsstoffe), Aufmachung (z. B. Bocksbeutel) und Bezeichnung (z. B. Geschmacksangaben) den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen und die vorgeschriebenen Höchst- bzw. Mindestwerte (z. B. Gesamtschwefelgehalt, Mostgewichte) einhalten. Darüber hinaus muss das Erzeugnis frei von Fehlern und typisch für die Herkunft, für die Rebsorte und die Prädikatsstufe sein.

Die Amtlichen Prüfungsnummer (A.P.Nr.) muss vor dem Inverkehrbringen zugeteilt worden sein.

Grundgebühr: 15 Euro zuzüglich 3 Euro je angefangene 1000 Liter, ab 30 000 Liter Steigerungsgebühr 1,50 Euro

Auslagen für

  • den amtl. Untersuchungsbefund 41 Euro,
  • die Sektuntersuchung einschließlich der Sinnenprüfung 47 Euro.

Erforderliche Unterlagen

  • ein Ausdruck des online versandten Antrags
  • Untersuchungsbefund eines zugelassenen Labors
    Bei Prädikatsweinen erstellt das Bayer. Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Würzburg den amtlichen Untersuchungsbefund
  • 3 Probeflaschen bei Qualitätsweinen, Qualitätslikörweinen b.A., Qualitätsperlweinen b.A. und Sekten b.A.
  • 4 Probeflaschen bei Prädikatsweinen oder wenn ein amtlicher Untersuchungsbefund gewünscht wird (z. B. bei Sekt b.A.)

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

Formulare

Verantwortliche Behörde
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (siehe BayernPortal)

weitere Informationen zu dieser Leistung im Bayernportal

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