Weidener Sagen

Der Schatz im Feuerbröhl

Neben der Schleifbrücke zieht die Städel entlang ein Wiesensteig nach dem Pfarrdorfe Schirmitz. Der Weg führt an einen tiefen Wassertümpel vorüber, der Überrest eines Altwassers der Naab, den das Volk "Feuerbröhl" nennt. An der tiefsten Stelle des Tümpels soll eine Eisentruhe mit einem großen Schatze liegen, der trotz vielfacher Versuche niemals zu heben war. Einst beschlossen mehrere Bürger, den Schatz unter allen Umständen ans Tageslicht zu befördern. Sie begaben sich entsprechend ausgerüstet an Ort und Stelle, verstopften den Zufluss des Tümpels und verbrachten den ganzen Tag und die halbe Nacht angestrengt mit Wasserschöpfen. Die Mitternachtsstunde nahte, die Stadtuhr schlug die zwölfte Stunde, als sich endlich der Deckel der eisernen Truhe zeigte. Eben waren sie daran, die schwere Last herauszuheben, da schrie plötzlich eine Stimme "Feuer!" Die zu Tode erschrockenen Männer sprangen aus dem Tümpel, um sich von dem Gehörten zu überzeugen, konnten jedoch von einem Brande nichts bemerken. Als sie sich dem Orte ihrer Tätigkeit wieder zuwenden wollten, sahen sie mit großer Bestürzung, dass der "Bröhl" bereits wieder mit Wasser vollgelaufen war.

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