Josef Gollwitzer
Der Künstler Josef Gollwitzer wurde am 13.10.1917 in Weiden geboren. Er studierte von 1947 bis 1953 an der Akademie der Bildenden Künste in München Bildhauerei bei Josef Wackerle. Während seiner jahrzehntelangen freiberuflichen Tätigkeit schuf er zahlreiche figurative und abstrakte Plastiken und Brunnen aus verschiedenen Materialien. Zu seinen bekanntesten Werken zählten die - heute nicht mehr existierenden - organischen Formen aus buntem Plexiglas im Hof des Verpflegungszentrums des Olympischen Dorfes (Olympiade 1972) in München. Bereits 1965 modellierte er ein Nashorn, das heute in 44 Fassungen vor Einrichtungen des Collegium Augustinum existiert. Für das Bezirkskrankenhaus Haar schuf er 1990 aus Bronze und Granit das Mahnmal für die Opfer der Euthanasie (Ermordung unheilbar kranker und schwerstbehinderter Menschen) während der NS-Zeit.
In seiner Geburtsstadt war Josef Gollwitzer seit den 1950er Jahren vielfach künstlerisch tätig, zahlreiche seiner Arbeiten fertigte er aus Flossenbürger Granit. Bekannte Werke Josef Gollwitzers in Weiden sind die Max-Reger-Büste im großen Sitzungssaal des Alten Rathauses (nach einer Vorlage von Max Klinger), das Max-Reger-Denkmal und die Triton-Brunnenfigur im Max-Reger-Park, die Pferdeskulptur in der Bahnhofstraße (neben der Sparkasse Oberpfalz Nord), die markante Betonmauer "Lauf der Sonne" beim Kepler-Gymnasium, die "Welle" vor dem 1990 abgebrannten Hallenbad, das Kunstwerk vor dem Martin-Schalling-Haus, ein Löwe in der Gabelsbergerstraße (neben dem Ämtergebäude) und zwei spielende Fohlen vor der Pestalozzi-Mittelschule.
Josef Gollwitzer verstarb am 19. September 2006 in München.