Virtueller Kulturraum

Allgemeines

Durch die COVID-19-Pandemie wurde der Kunst- und Kulturbetrieb von einem auf den anderen Tag komplett zum Stillstand gebracht. Begonnene Ausstellungen mussten geschlossen werden. Geplante Projekte wurden verschoben oder abgesagt. Da Kunst und Kultur auch oftmals mit einer Zusammenkunft von größeren Personengruppen in Verbindung steht und es gerade für Risikogruppen schwierig ist, auch unter Auflagen daran teilzunehmen, erfindet sich Kunst und Kultur in Teilbereichen gerade neu. Die Stadt Weiden i.d.OPf. möchte für Kunst- und Kulturschaffenden mit der Rubrik "Virtueller Kulturraum" eine kostenfreie Möglichkeit bieten ihre Inhalte zu präsentieren.

Impf-Aufruf-Sonderausstellung "Voilá! Ärmel hoch!"

Vor einigen Wochen sorgte sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder um die Impfbereitschaft der Bevölkerung, wünschte sich das Engagement auch von Künstlern, um die Menschen zur Impfung aufzurufen. Susanne Kempf aus Weiden, Künstlerin und Kuratorin zahlreicher Ausstellungen, fühlte sich unmittelbar angesprochen, versammelte Malerinnen und Maler aus Bayern virtuell um sich, um mit ihnen künstlerisch zur Impfung aufzurufen. Zudem lud sie zahlreiche Prominente, Politiker, Unternehmer ein, jeweils mit einem kurzen Statement zur Impfung aufzurufen. Auch Ministerpräsident Markus Söder ist mit einem Statement vertreten. Der entstandene Film wurde musikalisch untermalt von Musiker Klaus Wolf aus Würzburg, die Landschaftsfotos, die die einzelnen Bilder und Statements unterlegen, stammen vom Fotografen Walter Pilsak aus Waldsassen.

Denken. Fühlen. Malen. 2021

Die Ausstellungsreihe "Denken. Fühlen. Malen." mit Bildern von Künstlern mit Multipler Sklerose gibt es seit 2008 jährlich neu…… mit wechselnden Künstler*innen…… mit immer neuen Bildern…… an immer neuen Orten. Corona zwang uns im März 2020 die Ausstellung auf das Jahr 2021 zu verschieben. Parallel zur analogen Ausstellung gibt es 2021 eine zweite Präsentation, die ausschließlich im Internet gezeigt wird: „Denken. Fühlen. Malen. Virtuell 2021“ Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Gang durch diese "Ausstellung"!

Zünfte und Handwerk in Weiden

Ausstellung - Gott schütze ein ehrbares Handwerk: Zünfte und Handwerk in Weiden

Montag, 06.07.2020 bis
Freitag, 13.11.2020

Ort: Kulturzentrum-Hans-Bauer

In einer Sonderausstellung erinnert das Stadtmuseum Weiden an die reiche und vielfältige Handwerkstradition, die insbesondere in vorindustrieller Zeit, aber zum Teil auch noch heute, das gewerbliche Leben in Weiden prägte und bestimmt.

Das Stadtmuseum selbst ist auf das Engste mit der Handwerksgeschichte Weidens verbunden. Seit 1979 ist das Kastenhaus des „Reichen Almosens“ als Kulturzentrum Hans Bauer zugleich Sitz des Stadtmuseums und Stadtarchivs Weiden. Dieses über viele Jahrhunderte größte nicht-sakrale Gebäude der Stadt geht zurück auf das „Ewige Tuch“, eine große Stiftung der Tuchmacher im 15. Jahrhundert. Gegründet wurde das Stadtmuseum im Jahr 1896 als Gewerbemustersammlung für vorbildliche Handwerkserzeugnisse, die 1902 zu einem Heimatmuseum erweitert wurde.

Noch bis weit in das 19. Jahrhundert war in Weiden, wie in ganz Bayern, das Handwerk in Zünfte gegliedert. Diese auf das Mittelalter zurückgehenden genossenschaftlichen Handwerksverbände hatten ihre große Zeit im 15. und 16. Jahrhundert, doch auch noch die Ackerbürgerstadt des 17. bis 19. Jahrhunderts konnte eine Vielzahl von Handwerkern vorweisen. Neben der Versorgung des lokalen Bedarfs fanden insbesondere die Arbeiten von Mitgliedern der Weidener Hafnerfamilien auch überregionale Beachtung. Mit der Industrialisierung und der Einführung der Gewerbefreiheit in Bayern ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erweiterte sich das Spektrum der Handwerksberufe in neue Gewerke z. B. aus dem elekronisch-technischen Bereich.

In seiner Ausstellung zeigt das Stadtmuseum seltene Dokumente und Urkunden (z.B. Zunftbücher, Gesellen- und Meisterbriefe), Zunfttruhen, Werkzeuge und herausragende Erzeugnisse Weidener Handwerker von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart.

Der Blick auf die Zünfte und das Handwerk bildet den Auftakt zu einer Ausstellungsreihe des Stadtmuseums über Gewerbe, Handel und Industrie in Weiden.

Spielzeugausstellung

In Zeiten von Corona ist der Museumsbesuch entweder gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Hier schafft das Stadtmuseum Weiden i.d.OPf. mit seinen virtuellen Museumsbesuchen eine neue Möglichkeit die Vielfalt des Stadtmuseums zu erleben. Das Stadtmuseum Weiden besitzt eine große Sammlung an historischem Spielzeug aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dem bürgerlichen Familienbild dieser Zeit entsprechend war die Erziehung geschlechtsspezifisch. Bereits beim Spielen sollten die Kinder auf ihre späteren Rollen im Leben vorbereitet werden. Beliebtes Spielzeug für Buben waren daher Zinnfiguren, Fuhrwerke, Baukästen oder Eisenbahnen, für Mädchen vor allem modische gekleidete Puppen und die damit eng verknüpften Puppenhäuser und –stuben.

Dies alles finden Sie in der Spielzeugabteilung des Stadtmuseums wieder: Puppen mit fein gearbeiteten und bemalten Köpfen aus Biskuitporzellan, Puppenstuben, -küchen und -kaufläden im Historismus- und Jugendstil; Flachfiguren der Nürnberger Firma Ernst Heinrichsen mit Szenen aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, Blech- und mechanisches Spielzeug aus den 1930er bis 1950er Jahren, eine Modelleisenbahn der Firma Fleischmann mit Aufziehwerk, Stein- und Metallbaukästen, Brett- und Tischkegelspiele und vieles mehr, was in den vergangenen 150 Jahren Kinderherzen höher schlagen ließ.

Viele Stücke, gerade auch Stofftiere, zeigen, wie sehr sie bespielt wurden und ihren kleinen Besitzern ans Herz gewachsen waren. Das Weidener Stadtmuseum trägt die traditionelle Bezeichnung “Altes Schulhaus”, da hier seit dem 16. Jahrhundert die deutsche und die Lateinschule untergebracht waren, deshalb darf auch dieser Aspekt des Kinderlebens in der Ausstellung nicht fehlen.

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