Das Bild zeigt den Eingangsbereich des Maria-Seltmann-Hauses

Vortrag: Paulusbrunn - ein verschwundenes Dorf an der deutsch-tschechischen Grenze

Dienstag, 01.12.2020
15:00 - 16:30

Ort: Maria-Seltmann-Haus
Zur Website

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung vertrieben und der Ort in den 1950er Jahren geräumt und ab-getragen. Heute erinnern nur der Friedhof und das Böttgerdenkmal an die bewegte Geschichte dieses Dorfes.

Die Gemeinde Paulusbrunn wurde nach dem Münchner Abkommen dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Tachau. Hier lebten überwiegend Menschen deutscher Nationalität, von denen aufgrund der Nähe zu Bärnau, das sich auf die Herstellung von Knöpfen spezialisiert hatte, viele tagtäglich über die Grenze pendelten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung vertrieben und der Ort in den 1950er Jahren geräumt und abgetragen. Heute erinnern nur der Friedhof und das Böttgerdenkmal an die bewegte Geschichte dieses Dorfes. Durch das im Jahr 2016 von Herrn Christoph initiierte Projekt „Historischer Pfad Paulusbrunn“ wird unter dem Motto "Vergeben, ja – Vergessen, nein" ein Stück deutsch-tschechischer Geschichte sichtbar, greifbar und erlebbar gemacht. Mit Hilfe von Interviews mit noch lebenden Zeitzeugen ehemaliger deutscher und tschechischer Bewohner, aber auch Grenzpolizisten auf beiden Seiten, sowie Unterlagen aus Archiven wurde die Geschichte vor und nach 1945 entlang des grenzüberschreitenden historischen Weges lebendig. In Gesprächen mit der jetzt hier lebenden tschechischen Bevölkerung und der Archivarin in Tachov wurde die Frage geklärt: "Was passierte, als die Deutschen weg waren?". Da geht es um die Wiederbesiedlung der Sudetengebiete 1945 bis 1952. Eine spannende Geschichte, die mit Bildern untermalt wird.

Referent: Rainer Christoph, Vorsitzender Verein "Goldene Straße"

Eintritt: 3,- Euro

zurück
nach oben scrollen