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Inhaltliche Beschreibung
Die Erlebnispädagogik nimmt nach und nach eine immer größere
Bedeutung in der Sozialisation und Erziehung junger Menschen ein. Erlebnispädagogik
ist dadurch gekennzeichnet, dass der Einzelne in der Gruppe intensive
Erlebnisse erfährt, die den Kern seiner Persönlichkeit treffen
und mit denen er sich handelnd auseinandersetzt. Dieser Ansatz gewinnt
in der heutigen Zeit immer mehr an Aktualität.
Die Erlebnispädagogik mit ihrem handlungsorientierten Ansatz erfasst
den Menschen als ganze Person. Sie spricht den Jugendlichen auf drei Lernebenen,
der kognitiven, der emotionalen und der aktionalen Ebene gleichermaßen
an. Außerdem offeriert sie gezielte pädagogische Arrangements,
um dem einzelnen zu entwicklungsfördernden Erlebnissen zu verhelfen.
Mit dem Erlebnis kann eine innere Erregung verbunden sein, die durch Ergriffenheit,
Begeisterung oder Angst starke Gefühlszustände hervorruft.
Erlebnispädagogik eröffnet daher eine Betätigung und Mitwirkung
an sozialen Situationen, in denen Erfahrungen nicht einfach übernommen
werden können, sondern selbst gemacht und reflektiert werden müssen.
Erlebnispädagogische Touren beispielsweise fordern den Teilnehmer
immer als Gesamtperson. Die Umsetzung der Erlebnispädagogik in der
Schule umfasst ein breites Spektrum. Sie kann sowohl im Alltag, durch
den Einsatz von Initiativübungen oder kooperativen Abenteuerspielen
zur Geltung kommen als auch auf speziell auf die Klassengemeinschaft zugeschnitten
Schullandheimaufenthalten (eine Woche mobil in den Bergen unterwegs).
Wichtig dabei ist für die Schüler Erlebtes unter Anleitung zu
reflektieren und einen Bezug (Transfer) zum alltäglichen Leben herzustellen.
"Wenn ich in meinem Leben jemals vor einem großen Problem stehe,
werde ich mich an die Felswand zurückerinnern" (Zitat eines
Jugendlichen, nach dem Erklettern einer Felswand).
Der Jugendliche erfährt an sich selbst, auch durch die Reaktionen
der Gruppe, dass bestimmte Verhaltensweisen erfolgreicher sind als andere.
Mit auftretenden Schwierigkeiten setzt er sich aber durchaus auch gefühlsmäßig
auseinander. Durch Begleitung und Beratung unterstützt wird es ihm
möglich mittels Reflexion Erfolgserlebnisse zu verarbeiten und zu
verinnerlichen. Durch die Möglichkeit des Experimentierens mit dem
neu erworbenen Verhalten kann der Schüler in kleinen Schritten ein
modifiziertes und qualifiziertes Verhaltensrepertoire aufbauen (learning
by doing). Durch kreative Arrangements und durch geschickte Animation
kann die Erlebnispädagogik Anstöße zu neuem Handeln geben
und anregen bestimmte verfestigte Verhaltensweisen zu überdenken
und weiterzuentwickeln. Solidarisches Handeln, Initiative, die Beziehung
zur Umwelt, das Erleben des eigenen Körpers und vieles mehr kann
direkt erfahren, überprüft und korrigiert werden.
- Bildung persönlicher Fähigkeiten
- Bildung sozialer Fähigkeiten
- Persönlichkeitsentwicklung
- Bildung von Sozial- und Handlungskompetenzen
- Teamfähigkeit
- Ziel- und Ergebnisorientiertes Arbeiten
- Kommunikationsfähigkeiten
- Konstruktives Lösen von Problemen
Neue Projekte:
Projekt "Ostallgäu" - Motivationsförderung  |
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